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Selbsthilfe
FÜR DICH
Es gab einmal ein Licht, das einfach da war.
Nicht hell, nicht laut – aber verlässlich.
Jetzt erinnert man sich daran, wie man sich erinnert,
wenn etwas früher selbstverständlich war.
Die Tage tragen plötzlich zu viel Zeit in sich.
Sie liegen schwer, ungefüllt, manchmal endlos.
Und die Nächte bringen keine Ruhe,
nur Gedanken, die keinen Platz finden.
Und da ist dieser Blick,
der nicht mehr zurückkommt.
Man wartet nicht mehr wirklich –
aber man bemerkt es jedes Mal aufs Neue.
Ein Stuhl bleibt leer, nicht nur heute, sondern jeden Tag ein wenig mehr.
Waltraud Klein & Stephan Marzi
Lernen...
Lernen, die Kontrolle abzugeben - ich kann nicht mehr - und sich selbst einzugestehen: ich schaffe es nicht mehr alleine – ich bedarf der Unterstützung dritter. Dabei stellt sich oft der Gedanke ein, versagt zu haben.
Lernen, seine Gefühle und Bedürfnisse wahrnehmen, zu definieren und Grenzen zu erkennen – das verhilft zu mehr Handlungsfähigkeit.
Lernen, Hilfe anzunehmen und zuzulassen.
Lernen, einen selbstsichereren Umgang mit Ärzten, Fachkräften u.a. zu finden. Und vor allen Dingen lernen, sich mit sich selbst zu beschäftigen, zu reflektieren, sich in Frage zu stellen.
Lernen, sich der Wahrheit und den damit verbundenen Herausforderungen zu stellen.
Lernen, Abstriche zu machen.
Lernen, zu unterscheiden, was ist im Moment am wichtigsten. Zeit hilft; denn die Verhältnisse ändern sich.
Lernen, Wege zu finden, das eigene impulsive Verhalten in Stress-Situationen kennen und kontrollieren zu lernen.